Kraft

Gesundheitsorientiertes Krafttraining (Steigerung des Kraftpotentials) hat in den letzten Jahren seinen oft in der Vergangenheit verpönten Ruf nichtig gemacht und ist mittlerweile fester Bestandteil moderner Trainingslehre. Die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit und den modernen Lifestyle haben das Krafttraining gesellschaftsfähig gemacht.

Vor allem in der Rehabilitation von Verletzungen und Erkrankungen aber auch in der Vorbeugung ist gesundheitsorientiertes Krafttraining kaum mehr wegzudenken. Immer mehr Bedeutung erlangt das Krafttraining auch bei der älteren Generation. Klinische als auch epidemiologische Studien ergaben dass ein 20- bis 30-minütiges Krafttraining, zwei- bis dreimal pro Woche ausgeführt, positive Effekte auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes und Osteoporose haben (Deutsches Ärzteblatt).

Einige positive Auswirkungen auf den Körper:
• Ausgleich von Muskelschwächen und Reduzierung von muskulären Dysbalancen die Schmerzursprungsquellen darstellen.

• Krafttraining als Prophylaxe für den passiven Bewegungsapparat. Sehnen, Bänder, Gelenkknorpel und Knochen werden gekräftigt und gestärkt. Für die Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke und Knochen bedeutet das, dass sie kräftiger, funktionstüchtiger und widerstandsfähiger werden.

• Osteoporose-Prophylaxe. Durch Krafttraining werden die Knochen über ihre Muskelansätze „gereizt und ernährt“. Dies hat klinisch erwiesen positive Auswirkung auf die Verbesserung der Knochendichte.

• Diabetes-Prophylaxe. Durch Krafttraining findet eine gesteigerte Glykoseaufnahme in die Muskelzelle statt und somit eine Senkung des Blutzuckerspiegels.

• Der Fettstoffwechsel wird aktiviert. Es kommt zu einer Umverteilung. Der Körperfettanteil nimmt ab, während das Muskelgewebe zunimmt. Aus diesem Grund ist Krafttraining ein unverzichtbares Hilfsmittel jedes Programms zur Gewichtsreduktion.
• Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen Körperfettmasse und Höhe der Blutfette. Wenn der Körperfettanteil durch Krafttraining gesenkt wird, sinken auch die Triglycerid- und Cholesterinspiegel im Blut.

• Durch Zunahme des Muskelgewebes erhöht sich der Gesamtenergieverbrauch. Der Körper verbrennt mehr Kalorien –auch im Ruhezustand!

• Kräftige Muskeln im Bereich von Bauch und Rücken sind von entscheidender Bedeutung für eine gute Haltung von Becken und Wirbelsäule und das Mittel Nummer eins zur Verhinderung und Behandlung von Rückenschmerzen. 80 Prozent aller Schmerzen im unteren Rücken können durch Training beseitigt werden.

• Sanftes Krafttraining ist ein sehr effektives Mittel um den zunehmenden Verlust an Muskelkraft im Alter vorzubeugen. Desweiteren dient es zur Sturzprophylaxe.

 

 

 

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